Vitamin-C-Mangel & Tagesbedarf

Wie viel Vitamin C brauchen wir?

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Vitamin C ist eines der wichtigsten Vitamine für den Menschen. Ein ausgeprägter Vitamin-C-Mangel kann daher schwerwiegende Folgen haben. Er wird Skorbut oder auch „Seefahrerkrankheit“ genannt. Heutzutage und besonders in Industrieländern ist ein ausgeprägter Vitamin-C-Mangel selten. Jedoch gibt es beim Vitamin-C-Tagesbedarf unter bestimmten Umständen, wie zum Beispiel einer Schwangerschaft, einiges zu beachten.

Wie viel Vitamin C am Tag?

Um optimal arbeiten zu können, benötigt der menschliche Körper ausreichende Vitamin C. Die empfohlene Zufuhr für Frauen liegt täglich bei etwa 95 mg Vitamin C, für Männer liegt der Vitamin-C-Tagesbedarf bei etwa 110 mg.

Für Kinder und Jugendliche werden folgende Mengen empfohlen:

Alter mg pro Tag
Bis  4 Jahre  20 mg 
4 - 10 Jahre  30 - 45 mg 
10 - 15 Jahre  65 - 85 mg 
15 - 19 Jahre  85 - 105 mg 
Gesunde Ernährung gegen Vitamin-C-Mangel

Da der Körper Vitamin C nicht selbst herstellen kann, muss der Mensch es über die Nahrung aufnehmen. Einen hohen Vitamin-C-Gehalt besitzen rohes Obst und Gemüse. Besonders vitaminreiche Obstsorten sind Zitronen, Kiwis und Johannisbeeren. Beim Gemüse stehen Brokkoli oder Kohl an der Spitze. Um Ihren Vitamin-C-Tagesbedarf zu decken, sollten Sie weitere wichtige Vitamin-C-Lebensmittel kennen.

Wie äußert sich ein Vitamin-C-Mangel?

Der Vitamin-C-Mangel durch die unzureichende Versorgung mit frischem Obst und Gemüse äußertsich zunächst durch Symptome wie Müdigkeit, Erschöpfung und Muskelschmerzen. Weitere Vitamin-C-Mangelerscheinungen können folgende sein:

  • Verzögerte Wundheilung
  • Muskelschwund
  • Brüchige Haare
  • Zahnfleischbluten oder -entzündungen
  • Zahnverluste
  • Wasseransammlungen im Gewebe
  • Gliederschmerzen
  • Gehemmte Kollagenbildung
  • Vermehrte Faltenbildung

Kann die benötigte Vitamin-C-Dosierung nicht ausreichend durch die Nahrung gedeckt werden, können Vitaminpräparate helfen. So vermeiden Sie, dass ein anhaltender Vitamin-C-Mangel Skorbut oder andere Folgekrankheiten.

Risikogruppen für einen Vitamin-C-Mangel

Bei bestimmten Personengruppen kann ein erhöhter Tagesbedarf an Vitamin C vorliegen. Hierzu zählen unter anderem:

Vitamin-C-Mangel und Schwangerschaft
  • Menschen, die täglich schwere körperliche Arbeit verrichten

  • Krebskranke

  • Menschen mit Mangelernährung oder Magersucht

  • Diabetiker

  • Senioren

  • Raucher

  • Alkoholiker

  • Schwangere und stillende Frauen

Auch schwangere oder stillende Frauen haben einen erhöhten Vitamin-C-Bedarf. Schwangere sollten etwa 105 mg Vitamin C zu sich nehmen. Dadurch wird nicht nur den Folgen eines Vitamin-C-Mangels vorgebeugt, sondern auch die Aufnahme des Spurenelementes Eisen verbessert.

Bei Frauen in der Stillzeit ist der Vitamin-C-Bedarf mit 125 mg täglich noch höher. Die Einnahme von Vitaminpräparaten zur Vorbeugung eines Vitamin-C-Mangels ist, nach Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt, auch während der Schwangerschaft und der Stillzeit in der Regel unproblematisch.

Mythos im Check: Vitamin-C-Mangel & Psyche

Ein Nährstoffmangel kann sich auf die Psyche auswirken. Aus diesem Grund können Anzeichen von Depressionen unter Umständen ebenfalls mit einem ausgeprägten Vitamin-C-Mangel in Zusammenhang stehen. Die Auslöser für Depressionen sind jedoch vielfältig. Leiden Sie unter depressiven Verstimmungen, chronischer Müdigkeit, Stimmungsschwankungen oder Angstzuständen sollten Sie in jedem Fall Ihren Arzt kontaktieren.

Kann Vitamin C überdosiert werden?

Kann man Vitamin C überdosieren und was sind die Folgen? Die Gefahr einer Vitamin-C Überdosierung besteht in der Regel nicht. Denn unser Körper scheidet überschüssiges Vitamin C mit dem Urin aus. Das liegt daran, dass es ein wasserlösliches Vitamin ist. Unter Umständen können jedoch Durchfall oder Magenschmerzen auftreten, wenn langfristig zu viel Vitamin C die maximale Tagesdosis überschreitet. Bei Zufuhr extrem hoher Dosen wird eine vermehrte Bildung von Nierensteinen diskutiert.

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