Selen & Nebenwirkungen

Was droht bei einer Selenose?

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Selen ist ein überlebenswichtiges Spurenelement. Es leistet einen Beitrag an vielen verschiedenen körperlichen Prozessen. Da wir es nicht selbst produzieren können, müssen wir es über die Nahrung zuführen. Wie so häufig ist aber weder zu viel noch zu wenig Selen gesund. Ein Selenmangel ist bei normaler Ernährung nicht zu erwarten, kann in Verbindung mit Erkrankungen aber vorkommen. Umgekehrt kann auch eine Überdosierung zu ernsten Selen-Nebenwirkungen führen. Aber wie sehen die Nebenwirkungen der Selen-Einnahme aus? 

Erhöhte Selen-Einnahme & Nebenwirkungen

Eine Überdosierung von Selen durch die Nahrung ist unwahrscheinlich. Bei einer zusätzlichen Selen-Einnahme sind Nebenwirkungen aber nicht ausgeschlossen. Eine chronische Überdosierung mit Supplementen kann zu folgenden Nebenwirkungen führen:

Knoblauchartiger Mundgeruch als Selen-Nebenwirkungen
  • Nach Knoblauch riechender Atem

  • Müdigkeit und Muskelschwäche

  • Neurologische Störungen

  • Haut- und Nagelveränderungen

  • Haarausfall

  • Seh- und Gedächtnisstörungen

  • Gelenkschmerzen

  • Magen-Darm-Probleme

  • Schädigung innerer Organe

Eine dauerhaft falsche Anwendung von Präparaten kann mitunter zu ernsten Selen-Nebenwirkungen führen. Dann spricht man von einer „Selenose“ oder „Selenintoxikation“. Bei einer solchen Selenvergiftung sollte man unbedingt einen Arzt kontaktieren. 

Eine akute Selenvergiftung durch zu viel Selen kann zu Herzversagen sowie Kammerflimmern und damit zum Tod führen.

Zu viel Selen & Nebenwirkungen verhindern

Selen ist ohne Zweifel ein wichtiger Baustein unserer Ernährung und an zahlreichen Prozessen beteiligt. Es trägt etwa zu einer normalen Funktion des Immunsystems oder der Schilddrüse sowie zur Erhaltung von normalen Haaren oder Nägeln bei. Ebendiese Funktionen können sich bei einem Selenmangel bemerkbar machen.

Bei einer gesunden und ausgewogenen Ernährung decken pflanzliche und tierische Selen-Lebensmittel normalerweise unseren Tagesbedarf. Besteht der Verdacht auf Selen-Nebenwirkungen, ist eine ärztliche Abklärung zu empfehlen. Dasselbe gilt für bestimmte Krankheiten, bei denen zum Beispiel die Aufnahme von Selen nur in unzureichender Menge geschehen kann. Auch sehr einseitige Kost sowie Mangel- oder Unterernährung können zu einem Selenmangel führen.

Über die Ernährung sind keine Selen-Nebenwirkungen üblich

In diesem Fall gibt es spezielle Supplemente, um die Nebenwirkungen des Selenmangels zu behandeln. Bei der vorgeschriebenen Einnahme ist eine Überdosierung mit Selen unwahrscheinlich. Nimmt man die Präparate in größerer Menge und deutlich länger ein als vorgeschrieben, drohen allerdings ernste Selen-Nebenwirkungen bis zu einer Selenvergiftung. Eine dauerhafte Einnahme von Supplementen sollte daher nur in Absprache einem Arzt erfolgen.

Weder eine erhöhte noch eine mangelnde Selen-Zufuhr ist erstrebenswert. Bei der vorbeugenden Einnahme von Selen in der vorgeschriebenen Dosis sind jedoch kaum Selen-Nebenwirkungen zu erwarten.

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