Es gibt eine Vielzahl von unterschiedlichen Zinkprodukten auf dem Markt.
Die im Handel befindlichen Zinkzubereitungen enthalten Zink entweder in Form
anorganischer Salze oder als Komplexe mit organischen Säuren und
Aminosäuren. Sie unterscheiden sich dabei in ihrer Bioverfügbarkeit, also in
ihrer Verwertbarkeit für den Körper. Die verschiedenen Präparate
unterscheiden sich außerdem in der Dosierung und der Darreichungsform.
Zinkoxid findet aufgrund seiner wundheilenden Eigenschaften erfolgreich in dermatologischen Heilsalben Anwendung. Zink aus Zinkoxid besitzt im Vergleich zu organischen Zinkverbindungen eine sehr viel niedrigere Bioverfügbarkeit. Zinkoxid ist somit für eine Nahrungsergänzung weniger attraktiv.
Zinksulfat-Präparate weisen eine durchschnittliche Bioverfügbarkeit auf. Bei der Einnahme dieser Zinkform sollte man aus Resorptionsgründen darauf achten, dies nicht unmittelbar mit den Mahlzeiten zu verbinden. Außerdem kann Zinksulfat in hohen Dosen Übelkeit und Schleimhautprobleme verursachen.
Orotsäure wird bei vielen Mineralstoffen für deren bessere Aufnahme im Körper verwendet.
Asparginsäure ist ein Standardpartner in der Zink-Supplementation. Bezüglich der Resorptionsfähigkeit im Körper ist Zink-Aspartat im Bereich von Zinksulfat anzusiedeln.
Zinkhefe in wirksamer Dosierung wird durch eine Vermengung von Hefe mit einem Zinksalz, üblicherweise Zinkoxid, hergestellt. Somit ist Zinkhefe ein „getarntes“ Zinkoxid-Präparat.
Zink in Verbindung mit der Gluconsäure scheint Untersuchungen zufolge in seiner Resorption mit der von Zinksulfat vergleichbar zu sein.
Der Komplex aus Zink und der Aminosäure Histidin bietet die wohl beste Bioverfügbarkeit. Das liegt daran, dass der körpereigene Stoff Histidin der natürliche Transportpartner von Zink im menschlichen Körper ist. Histidin ist z. B. in den Eiweißbestandteilen der Muskeln zu finden. Die Aminosäure ist ein wesentlicher Bestandteil der Enzyme, die im Organismus für die Aufnahme, aber auch für den Transport, die Verteilung und die Ausscheidung von Zink verantwortlich sind. Mit anderen Worten: Zink wird im Körper an Histidin gebunden transportiert. Somit ist Zink-Histidin die natürliche Form des Zinks im Körper.
Aufgrund seiner hohen Bioverfügbarkeit reichen bei Zink-Histidin vergleichsweise geringe Dosierungen aus, um die gewünschte Zinkzufuhr zu gewährleisten. Zusätzlich ist das Zink im relativ stabilen Zink-Histidin-Komplex gut geschützt gegen negative Nahrungsmitteleinflüsse wie sie z. B. durch die Phytinsäure (in Vollkornprodukten) hervorgerufen werden. Aus diesem Grund ist es auch möglich - anders als bei den anderen Zinkverbindungen - Zink-Histidin ohne nennenswerten Resorptionsverlust zu den Mahlzeiten einzunehmen.
Die Bioverfügbarkeit sagt aus, wie schnell und in welchem Ausmaß das Zink vom Körper verwertet werden kann. Damit Zink vom Körper überhaupt aufgenommen werden kann, muss es an eine andere Substanz gebunden sein. Die Wahl dieser Substanz hat entscheidenden Einfluss auf die Bioverfügbarkeit des Zinks einer Zinkverbindung.
Soll der Körper ausreichend mit Zink versorgt werden, muss zwischen biologischem – für den Körper besser verwertbarem Zink – und nicht-biologischem – für den Körper schlechter verwertbarem Zink – unterschieden werden. Besonders gut geeignet sind organische Zinkverbindungen wie Zink-Histidin, da durch Histidin die Aufnahme von Zink in den Körper erleichtert wird.